KI-Datenschutz

Worum es hier geht

Wenn du mit unseren Tools arbeitest, läuft im Hintergrund manchmal ein KI-Modell mit. Diese Modelle laufen bei spezialisierten Anbietern und sehen nur das, was wir ihnen schicken. Bevor Text dorthin geht, ersetzen wir, was unser System als persönlich erkennt. Wenige Wege laufen ohne diesen Schritt; sie stehen unten bei den Anbietern.

Was passiert mit deinen Daten, bevor sie an die KI gehen

Stell dir vor, du fragst unsere Software: „Schreib eine E-Mail an Hans Müller, hans@beispiel.de.“ Bevor diese Frage an die KI geht, ersetzt unser System den Namen und die E-Mail durch erfundene Ersatznamen. Die KI sieht etwa: „Schreib eine E-Mail an Madlen Mattern, lynn@gorczany-hackett.example.“ Das Modell weiß nicht, dass es um Hans Müller ging. Wenn die Antwort zurückkommt, drehen wir das wieder zurück. Du siehst die echten Angaben, die KI nur die Ersatznamen. So arbeitet der Chat. Die Wissenssuche und Werkzeuge für andere Programme ersetzen stattdessen durch Platzhalter wie [PERSON:…].

Dieses Verfahren heißt Pseudonymisierung. Das ersetzen wir konkret, bevor etwas zur KI geht.

Personen
Vor- und Nachnamen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern
Adressen
Postanschriften, Geburtsdaten, Geburtsorte
Finanzen
IBAN, BIC, Kreditkartennummern
Ausweise
Personalausweis- und Reisepass-Nummern, Steuer-IDs, Sozialversicherungsnummern

Die Zuordnung zwischen Klartext und Pseudonym bleibt nur in unserem System. Die KI bekommt sie nie zu sehen.

Welche KI-Anbieter wir nutzen

Alle Anfragen an KI-Modelle laufen über Cortecs, mit zwei Ausnahmen bei Google: die Websuche im Chat und die Bildbeschreibung (Alt-Text) für Blogbilder. Außerdem liest die Sprachsynthese von Google Blogbeiträge vor. Ruft der Chat eine Webseite ab (Seitenabruf), geht deren Adresse im Klartext an diese Webseite. Jede Chat-Antwort mit Websuche oder Seitenabruf trägt einen Hinweis darauf. Deine Organisation kann Websuche und Seitenabruf in ihren Einstellungen unter Datenschutz abschalten. Jeder einzelne Aufruf hinterlässt einen Eintrag in unserem Audit-Log. Welcher Vertrag zur Auftragsverarbeitung bei welchem Anbieter gilt, wie lange er speichert und wo er verarbeitet, steht mit Quellen auf der Seite KI-Transparenz.

Cortecs

Vermittlung an KI-Modelle (Wien)

Google

Websuche im Chat und Alternativtexte für Blogbilder (Gemini) sowie Vorlesen von Blogbeiträgen, jeweils ohne Pseudonymisierung

Was wir dir beweisen können

Vertrauen ist gut, Belege sind besser. Deshalb haben wir ein Audit-Log aufgebaut.

Jeder KI-Aufruf hat einen Eintrag

Wer hat wann gefragt, welcher Anbieter hat geantwortet, wie viele Token sind geflossen. Die Frage selbst steht nicht darin.

Das Log ist gegen Manipulation gesichert

Ein Postgres-Trigger blockiert UPDATE auf der Audit-Tabelle generell. DELETE ist nur einer eng begrenzten Aufräum-Rolle erlaubt, die rein für die Einhaltung der Aufbewahrungsfristen existiert. Eingetragene Datensätze können wir damit nicht im Nachhinein ändern oder einzeln entfernen.

Tägliche Integritätsprüfung

Jeden Tag läuft eine Hash-Kettenprüfung über alle Einträge. Das Ergebnis steht in der täglichen Mail an die Administration.

Recht auf Vergessenwerden mit Beweis (Art. 17 DSGVO)

Wenn du der Löschung deiner KI-bezogenen Daten zustimmst oder sie verlangst, löschen wir die Zuordnungen atomar und dokumentieren den Vorgang mehrstufig: ein Start-Eintrag, je Quelle ein Schritt-Eintrag, ein Abschluss-Eintrag. Diese Lösch-Belege bewahren wir drei Jahre auf. So können wir auch nach Jahren noch belegen, dass deine Daten verschwunden sind.

Was wir nicht versprechen können

Ehrlichkeit gehört dazu. Diese drei Punkte können wir technisch nicht zu 100 Prozent ausschließen.

KI-Anbieter sehen Pseudonyme. Wir vertrauen ihnen per Vertrag, dass sie diese nicht zu personenbezogenen Daten zurückverfolgen. Technisch verhindern können wir das nicht.

Unsere Erkennungssysteme arbeiten gut, sind aber nicht perfekt. Insbesondere bei seltenen Namen oder ausländischen Formaten kann etwas durchrutschen. Wir testen das systematisch und arbeiten weiter daran.

Wenn ein Service-Mitarbeitender dir hilft, sieht er deine Klartextdaten. Das ist gewollt und nötig, sonst könnte dir niemand helfen.

Wenn du Fragen hast

Du willst wissen, was die KI tatsächlich über dich gesehen hat? Du möchtest deine Daten löschen lassen und einen Beleg dafür? Schreib uns. Wir antworten als Menschen, nicht als Formular.

Datenschutzbeauftragter Michael SCHILLER - Organisation. Digital.

datenschutz@schiller-partners.de

Stand: 2. Oktober 2026